Zu Alexander Skrjabin (1872 – 1915)

»Ich bin gekommen um Euch zu erzählen:
Das Geheimnis des Todes,
Das Geheimnis des Lebens,
Das Geheimnis des Himmels und der Erde.«
Alexander Skrjabin

Alexander Skrjabin wurde 1872 in Moskau in einer Adelsfamilie geboren. Seine musikalische Hochbegabung, ja Originalität zeigte sich früh und er entwickelt zu seinem Instrument, dem Klavier, eine geradezu körperlich-leidenschaftliche Beziehung. Er studiert am Moskauer Konservatorium, wo er zusätzlich in Komposition unterrichtet wird. Seiner Musik merkt man den Übergang in ein von Aufbruchstimmung geprägtes neues Jahrhundert an, dessen verschiedenen geistigen Strömungen sich der intellektuell wache und interessierte Skrjabin nicht verschließt. Die Philosophie Schopenhauers und Nietzsches und die Theosophie von Helena Blavatsky haben ebensolchen Einfluss auf sein Schaffen wie der lebenslang von ihm verehrte Chopin. Die Jahre von 1904 bis 1910 verbringt Skrjabin in Genf, Lausanne, Paris, Brüssel und in Italien. Außerdem macht er eine große Tournee in den Vereinigten Staaten. In dieser Zeit glaubt er, die Übereinstimmung zwischen seinen musikalischen und philosophischen Gedanken erreicht zu haben. 1910 kehrt er nach Moskau zurück. Hier stirbt er fünf Jahre später völlig unerwartet und in kurzer Zeit an den Folgen einer Blutvergiftung.

»Der Russe Alexander Skrjabin gilt als absoluter Exzentriker in der Welt der Klaviermusik. Seine Werke zählen nicht nur zu dem pianistisch anspruchsvollen, sie begeistern auch heute noch durch ihre Emotionalität, ihre Radikalität, ihre Wucht.«
[Stefan Zednik, Deutschlandfunk Kultur]


Sammlung Megele

Zu Alexander Skrjabin (1872 – 1915)