Sa, 25.08.2018 / 16.30 Uhr / Eintritt: 11,00 € (Nachmittagskarte!)
Ort: Naturbühne od. Literaturzelt im AQUA MAGICA Landschafts- und Kulturpark

Lesungen und Gespräche am Nachmittag zum Schwerpunkt „Zurück zur Literatur!“

José Eduardo Agualusa stellt seinen Roman Eine allgemeine Theorie des Vergessens [2017] vor. Gesprächsübersetzung: Michael Kegler / Deutsche Lesung: Christina Huckle


(c) Markus Kirchgessner

Michael Kegler

Michael Kegler, geboren 1967, wuchs in Liberia, Brasilien und Oberhessen auf. Die portugiesische Sprache lernte er bereits als kleines Kind in Brasilien, wo sein Vater in Minas Gerais, dem größten Bergbauzentrum des Landes, als Geologe arbeitete. Sein brasilianisches Alltagsportugiesisch verfeinerte er während des Studiums. Nebenbei arbeitete er in einem portugiesischen Buchladen in der Nähe der Konstablerwache in Frankfurt am Main, dem „Centro do Livro“. „Da bin ich in die Bücherwelt eingetaucht“, sagt Kegler.
Seit Ende 1990 ist Kegler als Literaturübersetzer tätig und hat u.a. die Bücher von Paulina Chiziane (Mosambik), José Eduardo Agualusa, Ondjaki (Angola), Luiz Ruffato, João Paulo Cuenca, Michel Laub (Brasilien) und Manuel Jorge Marmelo (Portugal) ins Deutsche übertragen. Neben seiner großen Freude daran, Texte in Form und zum Klingen zu bringen, hat ihm auf dem Weg dorthin die Arbeit im Buchladen geholfen. „Das war unheimlich wichtig, in dieser Zeit habe ich mehr gelesen als jemals an der Uni.“
2001 gründete er das Internetportal nova cultura, das über Literatur und Musik aus den Ländern des portugiesischen Sprachraumes informiert. In Frankfurt am Main ist er regelmäßiger Moderator der Lesereihe BrasiLesen. 2009 erschien die von ihm herausgegebene Lyriksammlung Hotel Ver Mar, in der Werke von 22 jüngeren portugiesischsprachigen Autoren vorgestellt werden.
Zusammen mit Marianne Gareis wurde Michael Kegler 2014 mit dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet. 2016 erhielt er zusammen mit dem von ihm übersetzten brasilianischen Schriftsteller Luiz Ruffato den Internationalen Hermann-Hesse-Preis. In der Jurybegründung hieß es: ,,Das Gespann Luiz Ruffato und sein Übersetzer Michael Kegler ist ein Glücksfall: Höchste literarische Qualität ermöglicht einen Blick auf die Abgründe einer fremden Welt.“
Kegler, der neben der Arbeit als Übersetzen auch als Literaturkritiker und Herausgeber portugiesischsprachiger Literatur tätig ist, lebt mit seiner Familie in Hofheim im Taunus.

„Eine gute Übersetzung liest sich, als wäre sie nicht übersetzt.“
[Michael Kegler]