Geraldine Gutiérrez-Wienken

(Übersetzerin, Lyrikerin, Verlegerin)

Geraldine Gutiérrez-Wienken wurde 1966 in Ciudad Guayana in Venezuela geboren. Sie studierte zunächst Zahnmedizin an der Universidad Central de Venezuela und schließlich Deutsche Philologie und Soziologie an der Universität in Heidelberg, wo sie mit einer Arbeit über Die Welle als Symbol in Kunst und Literatur promovierte. Nach Aufenthalten in Südamerika und den USA lebt sie seit Ende der 1990er Jahre in Heidelberg. Sie arbeitet als Lyrikerin, Übersetzerin und Herausgeberin. Im Herbst 2018 gründete sie als Verlegerin den Verlag hochroth Heidelberg, dessen Schwerpunkt auf der Publikation von Lyrikübersetzungen aus dem Spanischen sowie von zeitgenössischer deutschsprachiger Poesie liegt.

Zusammen mit dem Lyriker und Übersetzer Marcus Roloff übersetzte sie unter dem Titel Die Zukunft nutzt sich ab durch Gebrauch eine Auswahl von Gedichten des venezolanischen Lyrikers Adalber Salas Hernández. Marcus Roloff und Geraldine Gutiérrez-Wienken wurden 2020 mit dem Stipendium „extensiv initiativ“ des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet, in dessen Rahmen beide einen weiteren Gedichtband von Salas Hernández übersetzen, der in diesem Spätsommer in der Kölner Parasitenpresse erscheinen wird.


Michael Wienken

Geraldine Gutiérrez-Wienken