Stimmen zu den Poetischen Quellen 2010

aus Berlin

Lieber Herr Scholz,
nun ist Ihr Festival vorbei und ich wollte Ihnen aus dem kalten Berlin noch einmal ein "warmes" Dankeschön zurufen - für Einladung und sehr freundliche Betreuung. Die Schokoladetafeln sind hier hervorragend angekommen! (…)
Herzliche Grüße
Ihres
Joachim Sartorius

Prof. Dr. Joachim SartoriusIntendant der Berliner Festspiele

aus Jerusalem

I was delighted to be invited to the Bad Oeynhausen Loehne festival. It is a festival which has gained a wide reputation throughout Europe and brought the name of Bad Oeynhausen to the attention of literary communities even as far away as Jerusalem, where I live. Throughout the festival I was impressed by the organisation of the festival, the intellectual atmosphere among the organisers, writers and the public, and by the role the festival plays in the local community. This is a very valuable service to the community and one which I am sure the people of Bad Oeynhausen value greatly.
  My books have been published in 23 countries and I have traveled widely to speak about them in all those countries. The festival at Bad Oeynhausen compares favourably with any of the other festivals I have attended. It is comparable to excellent festivals in Britain and Spain and France, and it attracts writers of a high calibre. Because of all my travel, I am not always able to accept invitations to speak at festivals, but I had no hesitation in accepting the invitation of Bad Oeynhausen -- and I will be sure that my friends in the writing community are aware of the important contribution to European culture being made in the beautiful location of the Acqua Magica.
  I shall be writing about my experiences at Bad Oeynhausen on my blog and on the various book-cultural websites for which I also contribute. I am certain all the other writers will do the same. I am sure the readers of these websites -- who live everywhere from the US to Indonesia and, of course, all over Germany -- will be delighted to hear of the contribution Bad Oeynhausen makes to the literary culture of the world. Indeed, the day I left Bad Oeynhausen, I spoke to an audience in Bielefeld, where everyone was impressed to hear about the achievements of the Bad Oeynhausen festival.
  It was clear to me that Bad Oeynhausen is a lively place with a varied entertainment culture and history. I am delighted that I was able to participate in a celebration of the town, the region and the people of Bad Oeynhausen. I hope very much that I shall have the opportunity to participate again soon, and in the meantime I shall help to spread the word to other writers at the festivals I attend that Bad Oeynhausen is a festival every writer should try to visit.
  Very best wishes, Matt Beynon Rees
Matt Beynon Rees
Author of The Omar Yussef Mysteries
www.mattbeynonrees.com
www.themanoftwistsandturns.com/

Aus Bielefeld

Lieber Herr Scholz,
nun kann ich morgen leider nicht kommen. Aber ich möchte Ihnen auf diesem Wege doch sehr herzlich für all Ihr großes Engagement in Sachen Literatur und auch in diesem Jahr wieder danken! Das ist ein solcher Gewinn für die Region und auch für mich persönlich so ermutigend! (…)
Herzliche Grüße und alles Gute für die zweite Halbzeit!
Ihr
Wolfgang Braungart

Prof. Dr. Wolfgang BraungartProfessor für Allgemeine Literaturwissenschaft und Neuere deutsche Literatur,
Universität Bielefeld

aus Offenbach

Lieber Michael,
zurück in Offenbach, will ich mich noch mal ganz herzlich dafür bedanken, dass ich das Buch von Porcel auf Eurem Literaturfest vorstellen durfte, und Dir auch noch mal sagen, dass ich sehr beeindruckt bin von dem, was Ihr da auf die Beine stellt. Hut ab!
Ich habe in Barcelona einmal bei der Organisation eines Literaturfestivals mitgewirkt, bei der TransLit, die ihren Schwerpunkt auf der Präsentation von Autoren aus Afrika, Lateinamerika und Asien hatte, und stand damals mehrfach kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Seither weiß ich, dass Organisationstalent definitiv nicht zu meinen Stärken gehört, und meine Bewunderung für Leute wie Dich, die so etwas wuppen, ist beträchtlich gewachsen.
Nun weiß ich auch, wo Bad Oeynhausen liegt, stelle fest, dass viele Leute Euer Literaturfest kennen (am Samstag habe ich eine ehemalige Kollegin getroffen, die jetzt bei Rowohlt die Autorenlesungen macht, und die meinte, NATÜRLICH wüsste sie, was die "Poetischen Quellen" sind) und hoffe, vielleicht auch mal als Zuhörerin den Weg zu Euch zu finden. Ich hätte gerne mehr gehört und gesehen ... (…)
Nochmals vielen Dank und herzliche Grüße aus Offenbach,
Kirsten
Kirsten Brandt
Übersetzerin aus dem Katalanischen, Spanischen und Portugiesischen

aus Zürich

Lieber Michael,
(…). Es waren schöne Tage in Bad Oeynhausen und in Löhne (…). Du hast eine herrliche Truppe unterschiedlicher Köpfe und Herzen versammelt – und trotz aller Unterschiede gab es sehr harmonische und freundschaftliche Gespräche.
Herzlich Euer Iso

Prof. Dr. Iso Camartin
Schriftsteller und Kulturwissenschaftler, Zürich

aus Minden

Des Weiteren die herzlichsten Glückwünsche zu dem Verlauf der "Poetischen Quellen". Leider konnten wir nicht an allen Veranstaltungen teilnehmen, aber das Konzert mit Etta Scollo war ein absolutes Highlight und die drei gestrigen Veranstaltungen, besonders das Autorengespräch mit Durs Grünbein und Ingo Schulze, waren ein Hochgenuss (trotz prasselnden Regens).
Weiterhin eine so glückliche Hand in der Auswahl und viel Erfolg,
Ihre
Dorothea Lübking und Jürgen Dammit

aus Köln

Lieber Herr Scholz,
nach einer reichlich feuchten aber Dank der CDs mit Etta Scollo wunderbar kurzweiligen Rückfahrt sitze ich nun wieder im heiligen Köln und denke gern zurück an den schönen Abend bei Ihnen in Oeynhausen bzw. Löhne. Sagen Sie doch bitte all den hilfreichen Menschen, die zum Gelingen beigetragen haben noch einmal einen Gruß und einen herzlichen Dank von mir. (…)
Ich grüße Sie herzlich,
Ihr
Bernt Hahn

Bernt HahnSprecher und Schauspieler, Köln

aus Eching bei München

Leserbrief zum Artikel „Der englische Nah-Ost-Experte“ in der Neuen Westfälischen Zeitung Nr. 201 vom 30.08.10

„In den Medien gebe es oft nur einen Teil der Wahrheit“ konnte ich Ihrem Artikel entnehmen. Auf erschreckende Weise bewahrheitete sich dies auch in dem Bericht „Der englische Nah-Ost-Experte“ über das Literaturfest „Poetische Quellen“.
Gute Berichterstattung basiert auf gründlicher Recherche und geschärfter Wahrnehmung des Redakteurs. Dies scheint leider in genanntem Bericht von Frau Sielermann nicht ausreichend der Fall zu sein. Es tauchen zum Beispiel einige faktische Fehler auf: So ist Rupert Neudeck zwar der Gründer von Cap Anamur, inzwischen aber nicht mehr der Leiter der Cap Anamur, sondern der Grünhelme e.V.. Und der Autor Amara Lakhous , der als „Italienischer Gast“ bezeichnet wird, in Wahrheit doch eher ein algerischer Autor mit Wahlheimat Italien (siehe Programmheft der Poetischen Quellen).
Das beschriebene „einseitige Programm“ lässt sich für mich in keinster Weise nachvollziehen, mehrere Tage habe ich das Programm der „Poetischen Quellen“ verfolgt und spannungsvoller hätte der Facettenreichtum bzw. die Pointiertheit der Autorenbegegnungen kaum sein können: Ingo Schulze traf auf der Bühne den befreundeten Durs Grünbein für eine gemeinsame Präsentation der so unterschiedlichen Rom-Bilder in ihren Texten. Das Publikum lauschte gebannt den kurzen, eingestreuten Lyrik-Passagen Grünbeins, obwohl doch Lyrik, wenn einen ganzen Abend lang Gedichte vorgetragen werden, bei anderen Literaturveranstaltungen oft so schwer konsumierbar und an die Hörer zu vermitteln ist. Zwei Kenner des Nah-Ost-Konflikts, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten (Rupert Neudeck als Aktivist für die Menschen in Not und Sachbuchautor auf der einen Seite, Matt Rees als langjähriger Bewohner der Region, der sich für eine Verarbeitung des Erlebten und Erlittenen in Krimis entschied) kommen während der Veranstaltung auf einen gemeinsamen Nenner… Das Programm bot in den drei Tagen viele eindrucksvolle Überraschungen.
Das Publikum ging aktiv mit auf diese literarische Reise durch unterschiedliche Regionen, Länder und Sprachen des Mittelmeerraums, auf die Reise durch Belletristik, Lyrik und essayistischem Sachbuch und auf die Reise durch unterschiedliche Genres wie dem Krimi.
Das Festival hatte internationale Autoren zu bieten, nicht als Sammelsurium von Texten, sondern in überzeugenden Konzepten! Und zu einem Programm, das Bestsellerautoren wie beispielsweise Feridun Zaimoglu, Ingo Schulze oder Fritz J. Raddatz für einen Auftritt in Bad Oeynhausen gewinnen konnte, sollte die Frage „Wo auch der bekannte Autor, der auf einen Schlag das Zelt füllt?“ (siehe Zwischenruf von Nicole Sielermann) lieber nicht gestellt werden.
Ein angebotenes Fest sollte auch gefeiert werden! Und das große Potential einer solch unterhaltsamen und hochkarätigen Veranstaltung, auf das man durchaus stolz sein kann und zu dessen Unterstützung und weiteren Bewerbung auch die lokale Presse beitragen könnte (die ja dadurch in keinster Weise unkritisch sein muss, aber doch einen etwas genaueren Blick auf die Dinge haben sollte), erkannt sein.

Mit der Bitte um Abdruck!

Mit freundlichen Grüßen aus Eching
IhreJutta Orth

aus Berlin

Zu dem Zeitungskommentar „Zwischenruf – Mehr Abwechslung“, erschienen am 30. 08.2010 in der Neuen Westfälischen, Bad Oeynhausen-Löhne:
Sehr geehrte Redaktion,
ich habe den Artikel und den Kommentar von Ihrer Redakteurin Nicole Sielermann in der Neuen Westfälischen vom 30. August über das Literaturfestival "Poetische Quellen" gelesen. Sicher hat Frau Sielermann recht, den Mangel an jugendlichem Publikum zu bedauern. Mir als Autor geht es nicht anders. Doch spiegelt dieses Fernbleiben ziemlich exakt das allgemeine Leseverhalten in unserer Republik wieder und ist keinesfalls einem "einseitigen Programm" anzulasten, das ja bereits eine große Bandbreite vom Krimiautoren über den berühmten Lyriker bis zum Sozialaktivisten abdeckte. Mehr ist in einem dreitägigen Festival kaum zu leisten! Und die von Frau Sielermann eingeklagten Zugpferde, Biographien von Vivamoderatorinnen und emeritierten Torwarten?, möchte ich auf einem Literaturfestival vom Rang der Poetischen Quellen nicht erleben, nehmen sie doch ohnehin schon mehr medialen Raum ein, als der literarischen Qualität ihrer Bücher angemessen ist. Und ob sich durch so ein Quotendenken auch nur ein einziger weiterer Literaturliebhaber auf das Festival locken ließe, wage ich zu bezweifeln, es sei denn, man wolle aus einem Literaturfest einen Medienzirkus machen... Ich möchte mich stattdessen noch einmal ganz herzlich bei den hoch motivierten und äußerst professionellen Festivalmachern und dem überaus konzentrierten, neugierigen und respektvollen Publikum bedanken!
Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Michael Roes
Dr. Michael Roes
Schriftsteller und Essayist, Berlin

aus Bremen

Zu dem Zeitungskommentar „Zwischenruf – Mehr Abwechslung“, erschienen am 30. 08.2010 in der Neuen Westfälischen, Bad Oeynhausen-Löhne:

Zwischenrufe dürfen unsachlich sein. Ihr Zwischenruf („Mehr Abwechslung“) vom 30.8.2010 ist es in hohem Maße. Ihre Autorin beklagt ein „einseitiges Programm“ auf dem Literaturfest „Poetische Quellen“. Ich habe allerdings eine erstaunliche literarische Bandbreite erlebt: vom etablierten Fritz J.Raddatz bis zum alternativen Rupert Neudeck, vom stilistisch distinguierten Italiener Mario Fortunato bis zum messianischen Iraner Said. Und gerade die originelle Mischung aus Belletristik und Sachbuch, aus Literatur, Geschichte und Politik gehört für mich zu den Besonderheiten gerade dieses Literaturfestivals. „Bekannte Autoren“ seien nicht anwesend gewesen? Einspruch! Die waren da. Im Übrigen: Ein Literaturfestival sollte gerade weniger aufs Etablierte als aufs Experimentelle setzen. Was mich aber besonders an Ihrem „Zwischenruf“ stört, ist die Quotenzählerei. 80-150-400 Besucher seien es „nur“ gewesen, statt 2500, 3000... Sind wir denn schon bei den Erfolgsrechnungen des Fernsehens angekommen, wenn es um schöne, kluge, gedruckte Bücher geht? Zum Glück noch nicht. Und das sollte auch so bleiben. Auch bei den „Poetischen Quellen“ in Bad Oeynhausen-Löhne.
Prof. Dr. Dieter Richter,
Literaturwissenschaftler und Autor (Bremen)

aus Berlin

Lieber Michael Scholz,
nochmals vielen Dank für die Einladung und den rundum schönen und sympathischen (…) Abend. (…) Es würde mich sehr freuen, wenn ich wieder einmal kommen dürfte, (…). Ganz herzliche Grüße an Sie und auch an Jürgen Keimer
Ihr
Ingo Schulze

Ingo Schulze
Schriftsteller, Berlin