Sonntag, 28. August 2011, 10.00 Uhr

Lebensbücher:
Mitch Albom, Dienstags bei Morrie: Die Lehre eines Lebens

Welche Bedeutung hat unsere Endlichkeit für die Freiheit und Würde des Menschen? Um diese Frage geht es beim diesjährigen Literaturgottesdienst im Rahmen des 10. Internationalen Literaturfestes Poetische Quellen.
Im Mittelpunkt steht das Buch „Dienstags bei Morrie“ von Mitch Album. Das Buch basiert auf der wahren Geschichte: Als der amerikanische Sportjournalist Mitch Albom im Frühjahr 1995 zufällig im Fernsehen erfährt, dass sein ehemaliger Soziologieprofessor Morrie Schwartz unheilbar an ALS erkrankt ist, nimmt er nach 16 Jahren den Kontakt wieder auf und fliegt jeden Dienstag von Detroit nach Boston, um den Sterbenden zu besuchen und sich mit ihm zu unterhalten. In den Gesprächen über das Leben und Sterben entdeckt Mitch eine neue Dimension von Freiheit und Würde und gewinnt so von einem Sterbenden seine neue Sicht auf sein eigenes Leben.

Mitch Albom, eigentlich Mitchell David Albom, wird 1958 in Trenton im US-Bundesstaat New Jersey geboren. Er arbeitet als Sportjournalist für die Detroit Free Press, als Radiomoderator und Fernsehkommentator. Außerdem ist er Autor mehrerer erfolgreicher Bücher, deren erstes das 1998 erschienene Dienstags bei Morrie war. Nach seinen Erfahrungen mit Morrie Schwartz startete Albom eine Hilfsorganisation mit dem Namen A Time to Help, die monatlich Projekte organisiert, um der Bevölkerung Detroits zu helfen. Bisher wurden Projekte für Obdachlosenunterkünfte, Suppenküchen, Alten- und Waisenheime durchgeführt. Albom und sein Radiokomoderator Ken Brown versuchen dabei, A Time to Help als Katalysator für mehr freiwilliges Engagement zu nutzen.
Bevor Albom Journalist wurde, war er als Amateurboxer, Nachtclubsänger und Pianist tätig. Neben Arbeit und Engagement ist er auch noch Mitglied der Rockband The Rock Bottom Remainders, deren Bandmitglieder alles Schriftsteller sind.

…, weil es selten Bücher gibt, die in so bestechender Klarheit und ungekünstelter Schlichtheit wiedergeben, worum es wirklich im Leben geht. "Hier spricht der Kleine Prinz, nachdem er erwachsen geworden ist", schreibt ein US-Leser. Und seine Schwärmerei scheint kaum übertrieben.
[Alexa von Brevern, Hamburger Abendblatt]

Der Literaturgottesdienst führt durch Lesungen und Erzählungen in das Buch von Mitch Albom ein. Die Verbindung mit aktuellen Glaubens- und Lebensthemen eröffnet für die Besucherinnen und Besucher neue Horizonte und stellt ein Angebot für Menschen dar, die auf der Suche nach Inspiration und Impulsen für ihr Leben sind.
Als fester Bestandteil des Gemeindelebens wird mit dem 18. Literaturgottesdienst in der Reihe „Lebensbücher“ die Kooperation zwischen dem Internationalen Literaturfest Poetische Quellen und der Evangelischen Altstadtgemeinde Bad Oeynhausen fortgesetzt, die 2007 mit der Ausstellung „Tumbas – Gräber von Dichtern und Denkern“ in der Auferstehungskirche begann.
Vorbereitet und präsentiert wird der Literaturgottesdienst von Pfarrer Lars Kunkel, Heidi Swietlik, Ute Lindemann-Treude, Herbert Lindemann, Birgit Kuhlmeier, Simone Homburg, Dirk Schormann, Astrid Mulch, Claudia Sieker und Britta Weber.