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Aqua Magica Schola

Traditioneller Bestandteil aller Gartenschauen ist das Angebot eines sog. „Grünen Klassenzimmers“ für Schulklassen. Auf der Landesgartenschau 2000 erhielt dieses Angebot den Titel der Gartenschau, der sich bis heute erhalten hat: Aqua Magica Schola.

Aqua Magica Schola – das grüne Klassenzimmer

Im „Grünen Klassenzimmer“ steht die unmittelbare Naturbegegnung im Vordergrund. Kinder erleben die Natur mit allen Sinnen: mit Nase, Augen, Mund, Haut und Ohren.

Das Angebot des „Grünen Klassenzimmers“ richtet sich an Löhner Kindergärten und Schulen bis zur Jahrgangsstufe 6 (höhere Jahrgänge nach Anfrage).
Hier geht es nicht um die reine Wissensvermittlung, vielmehr soll das mit Freude und Spannung Erlernte besser im Gedächnis verankert werden.
Durch Spielen und Experimentieren erhalten die Kinder einen direkten Zugang zur Natur und ihren Kreisläufen und lernen so allerlei Wissenswertes zum Umwelt- und Naturschutz.

Interessierte Grundschulklassen können sich über die Aqua Magica-Infoline mit der Telefon-Nr.: 0 57 31 / 30 2000 zur Teilnahme anmelden.

Man kann nur schützen, was man kennen und schätzen gelernt hat.

Information

Zeitrahmen:
Die Angebote des „Grünen Klassenzimmers“ dauern etwa 2 Stunden mit einer kleinen Pause. Die Unterrichtszeit richtet sich nach der Ankunftszeit der Gruppe.
Nach dem Unterricht sollte noch genügend Zeit bleiben das Spielgelände zu erkunden.

Kosten:
Die Teilnahme am grünen Klassenzimmer kostet pro Kind 1,00 €. Für zwei erwachsene Lehr- oder Begleitpersonen ist es gratis. Jede weitere Begleitperson bezahlt 2,00 €.

Materialien:
Die benötigten Materialien werden bei der Teilnahme an der Aqua Magica Schola zur Verfügung gestellt. Ausnahmen siehe Themenangebot.

Ausrüstung:
Wetterfeste Kleidung, Kopfbedeckung (Sonne, Regen), Gummistiefel oder feste Schuhe, Frühstück und Getränke müssen selbst mitgebracht werden.

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Im Sinne der Agenda 21 gute Lebensbedingungen für Menschen in allen Ländern der Erde zu erreichen und auch für zukünftige Generationen zu erhalten, setzt jetzt und hier verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber unserer Umwelt voraus. Dieses kann den Kindern am wirkungsvollsten nahe gebracht werden, in dem ihnen eine positive emotionale Bindung an die Natur erschlossen wird.

Der Wald kennt keine Abfälle

(Frühjahr bis Herbst)
Die Kinder lernen den Kreislauf der Natur in seiner Vielfalt kennen und seine Bedeutung für das Leen auf der Erde. Was ist überhaupt ein Wald? Woraus besteht er? Der Aufbau des Waldbodens wird untersucht. Die Tiere des Waldbodens werden gefangen, genau betrachtet und mit einfachen Bestimmungshilfen bestimmt. Am Ende steht die Erkenntnis, dass der Wald keine Abfälle produziert. Blätter, Äste, tote Tiere, alles wird im Nahrungskreislauf zu feinstem Humus verarbeitet. Abfälle werden- wie man überall im Wald sehen kann – nur von uns Menschen produziert.

Tipp: Es besteht die Möglichkeit, Regenwurm-Beobachtungskästen auszuleihen. Hier können die Kinder beobachten, wie die Regenwürmer das organische Material in Erde umwandeln. Für den Einsatz in Grundschulen und Kindergärten sehr gut geeignet.

Die Schnecken-Werkstatt

(Frühjahr)
Die meisten Kinder kennen Schnecken und haben Erfahrungen irgendeiner Art mit ihnen gemacht. Bei vielen Erwachsenen lösen Schnecken Ekelgefühle aus. Gern gesehen sind Schnecken nirgendwo. Kinder haben eine weitaus geringere Abneigung gegen Schnecken. Bei ihnen überwiegt Wissensdurst und Neugier. In der Schnecken-Werkstatt werden die Kinder viel Wissenswertes über die Schnecken lernen und mittels einfachen Versuchen erstaunlichen Phänomenen auf die Spur kommen.

Die Boden-Werkstatt

(Frühjahr bis Herbst)
Der Boden ist mehr als eine Handvoll „Dreck“. In ihm leben Millionen von unterschiedlichen Lebewesen. Manche davon so winzig, dass wir sie mit dem bloßen Auge nicht sehen können und eine Lupe zu Hilfe nehmen müssen. Ohne die Aktivität der Bodenlebewesen könnten unsere Pflanzen und auch Bäume nicht wachsen. Die Bodenlebewesen zersetzen abgestorbene Pflanzen und Tiere. Dadurch entstehen Mineralien und Nährstoffe, welche die Pflanzen als Nahrung aufnehmen. Es ist also sehr wichtig den Boden zu achten und zu schützen. Wir stehen auf ihm, bauen unsere Häuser auf ihm und bauen unser Gemüse im Boden an. In der Boden-Werkstatt lernen die Kinder, dass es unterschiedliche Bodenarten gibt: Humus, Sand oder Lehm, welcher auch unterschiedliche Farben besitzt. Mit Becherlupen ausgerüstet, versuchen die Kinder außerdem den Bodenlebewesen auf die Spur zu kommen.

Wir erforschen den Teich

(Frühjahr bis Sommer)
Welche Lebewesen leben im sogenannten „Biotop“ und wie heißen sie? Können Libellen stechen? Sind die Tiere gefährlich? Wie bewegen sie sich unter Wasser fort? Wie atmen sie? Was fressen sie? Mit Keschern, Eimern Becherlupen und Pinseln ausgerüstet, versuchen die Kinder den Geheimnissen des Teiches auf den Grund zu gehen. Nebenbei erlernen die Kinder noch viel Interessantes zum Umwelt- und Naturschutz.

Wo leben Kröte, Frosch und Molch?

(Frühjahr)
In jedem Frühjahr wandern Kröten, Frösche und Molche zu den Teichen der Aqua Magica, um dort abzulaichen. Zuerst kann man die Laichschnüre oder Laichballen von Erdkröte und Grasfrosch entdecken, ab Anfang Mai laichen dann die Wasserfrösche. Nach ein paar Wochen sind überall Kaulquappen im Wasser zu sehen. Ab Mai kann man dann die kleinen Frösche und Kröten bei ihrem ersten Landgang beobachten, begleitet vom Konzert der Wasserfrösche. Hautnah erfahren die Kinder viel Interessantes über die Lebensweise und die Gefährdung der Amphibien.

Entdeckungsreise in die Natur

(Frühjahr bis Herbst)
Natur erleben mit allen Sinnen

Bei dieser Entdeckungsreise über das Gelände der Aqua Magica werden die Sinne eingesetzt. Anhand von unterschiedlichen Spielaktionen „begreifen“, „sehen“, „riechen“ oder „hören“ die Kinder die Vielfalt der Natur. Beim Duftmemory können nu die Supernasen erfolgreich sein, während beim Entdecken von Tierspuren das genaue Hinsehen trainiert wird. Bei diesen und anderen Spielaktionen (je nach Jahreszeit unterschiedlich) kommen die Kinder den Geheimnissen der Natur auf die Spur.

Wir entdecken die Wiese (Insekten)

(Sommer)
Die Wiese ist der Lebensraum unzähliger Kräuter, Wiesenblumen und Gräser. Diese bilden eine charakteristische Pflanzengemeinschaft und bieten Nahrung, Wohnung und Schutz für unzählige Tierarten. Verschiedene Spielaktionen bringen den Kindern diesen Lebensraum näher. mit Insektennetzen oder Becherlupen werden einzelne Insekten vom Rand der Wiese aus gefangen, genauer betrachtet und dann wieder freigelassen. Die Kinder lernen, dass die Wiese aus mehreren „Stockwerken“ besteht und dass jedes Stockwerk seine eigenen Tierarten besitzt. Beim Vergleich der Wiese mit einer Rasenfläche werden den Kindern schnell die Unterschiede dieser beiden Lebensräume klar.

Wir entdecken die Hecke

(Frühjahr bis Herbst)
Die Hecke ist der Lebensraum sehr vieler unterschiedlicher Tierarten. Diese brauchen die Hecke als Nahrungslieferant, zum Schutz vor Feinden, als Wohnung oder auch als Beobachtungswarte für die Jagd. Anhand von Bestimmungshilfen lernen die Kinder die Bäume und Sträucher einer Hecke kennen. Verschiedene Spielaktionen führen die Kinder außerdem an die Tierwelt der Hecke heran.

Pfui Spinne

(Herbst)
Mit den Spinnen verbinden viele Kinder eher unangenehme Eindrücke: viele und meist sehr lange behaarte Beine, einen in der Regel stark behaarten Körper, eine sehr schnelle und unberechenbare Fortbewegungsweise und vieles mehr. Die Angst vor Spinnen ist vielfach „anerzogen“. Die Kinder gucken sich die ängstliche Verhaltensweise bei den Erwachsenen oder Freunden ab und übernehmen sie unreflektiert. Dennoch rufen Spinnen, vermutlich gerade aufgrund ihrer abschreckenden Erscheinung, auch Interesse, Neugier und Faszination hervor. An diesem Morgen gewinnen die Kinder Einblicke in die Lebensweise der Spinnen und lernen die Tiere von einer anderen Seite Kennen. Sie lernen die Spinnen anhand ihrer Netzbauweise zu unterscheiden. Nicht zuletzt können Kinder durch die Auseinandersetzung mit den Spinnen Freude an der Natur entdecken und Ekel und Angst überwinden.

Wir beobachten Vögel

(Frühjahr)
Welche Vögel können wir entdecken oder hören? Warum singen die Vögel so schön im Frühjahr? Welche Nester bauen die verschiedenen Arten und welche Materialien verwenden sie? Eine Spielaktion in der die Kinder selbst Materialien suchen, daraus Nester bauen und diese dann verstecken, bringt ihnen die Anforderungen an den Aufbau der Nester nahe. Trotz unserer zehn Finger sind die Vögel die wahren Baumeister.

Samen und Früchte

(Herbst)
In der Pflanzenwelt gibt es im Herbst wichtige Vorkommnisse. Riesige Mengen an Samen und Früchte werden reif, um die Nachkommenschaft der Pflanzen zu sichern. Um einen guten Platz zum Keimen zu finden, haben Pflanzen verschiedene Mechanismen entwickelt, sich zu verbreiten. Die Kinder sammeln Samen und Früchte und lernen z.B., warum der Ahornsamen fliegen kann, aber der Samen der Eiche nicht. Die Kinder basteln selbst Samen, die fliegen oder schwimmen können oder aber an der Kleidung hängen bleiben.

Wir entdecken Spuren von Tieren

(Herbst)
Spuren von Tieren erkennt man nicht nur als Abdrücke ihrer Pfoten im Schnee. Es gibt noch viele andere Spuren zu entdecken: zu welchem Vogel gehört diese Feder? Wer hat wohl an dieser Nuss geknabbert? Warum liegen hier so viele Teile eines Schneckenhauses? Die Kinder versuchen wie die Detektive den Spuren auf den Grund zu gehen.

Baukurs: Nisthilfen für Vögel selber bauen

(Herbst)
Im Baukurs werden verschiedene heimische Vogelarten und deren unterschiedlichen Ansprüche an den Nistplatz vorgestellt. Besonders die Höhlenbrüter haben es oftmals schwer im Garten oder auch Wald natürliche Nisthöhlen zu finden. Diesen Vogelarten wollen wir bei der Wohnungssuche helfen und einen Meisen-Nistkasten bauen. Die einzelnen Teile der Nistkästen sind bereits vorgeschnitten und müssen mit Zuhilfenahme von Hammer und Nagel zusammengebaut werden.
Wichtig: Dieser Kurs eignet sich nur für Grundschüler der Klasse 4. Für das Material fällt eine zusätzliche Gebühr an. Ein Hammer ist mitzubringen.

Nisthilfen für Wildbienen selber bauen

(Herbst)
Wildbienen bilden keinen Bienenstaat wie die Honigbiene, sondern besiedeln in der Natur totes Holz und hohle Stängel von Pflanzen. Da sie in unseren Gärten oftmals keinen Lebensraum mehr finden, nehmen sie unsere selbstgebauten Nisthilfen gerne an. Wildbienen sind harmlos und lassen sich gut beobachten. Die Nisthilfen eignen sich für Naturbeobachtungen im Schulgarten und im Hausgarten. Die benötigten hohlen Stängel werden bei einem Spaziergang selbst gesammelt, zurechtgeschnitten und in mit gebrachten Dosen angeordnet. Fertig ist die Nisthilfe.

Wichtig: Pro Kind muss eine saubere Konservendose (Durchmesser ca. 8 cm) und eine Schere mitgebracht werden. Weitere Kosten entstehen nicht.

Kontakt

Stadt Löhne
Amt für Stadtentwicklung
Heike Nolte
Tel. 05732/100398
Fax: 05732/100373
e-mail: h.nolte@loehne.de